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Übergang zu postfossiler Mobilität: Integration von Nutzeranforderungen und Verhaltensmustern in die Planung von Ladeinfrastruktur für Elektroautos

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Um die fortschreitende Klimaerwärmung zu begrenzen, müssen Treibhausgasemissionen, darunter insbesondere die Emission von CO2, signifikant reduziert werden. Die Elektrifizierung des Pkw-Verkehrs kann dazu einen Beitrag leisten, jedoch blieb die Entwicklung bisher trotz öffentlicher Förderung, was Forschung, Anschaffung und Infrastrukturaufbau betrifft, hinter den politischen Erwartungen. Derzeit sind in Deutschland etwa 0.6% der zugelassenen Pkw rein batterieelektrisch angetriebene Pkw, was verdeutlicht, dass nutzerseitig neben wahrgenommenen Vorteilen weiterhin Adoptionshemmnisse bestehen, die eine Marktdurchdringung behindern. Unter anderem wird der Ausbauzustand des Ladeinfrastrukturnetzes durch die potenziellen Nutzer als Hemmnis wahrgenommen. Trotz fortschreitendem Ausbau der Ladeinfrastruktur gibt es noch offene Fragen hinsichtlich der Positionierung und Ausgestaltung ebendieser, da bisher überwiegend Erkenntnisse aus der fossilen Mobilität auf den neuen Kontext übertragen werden und oft noch unklar ist, inwieweit dies zulässig ist oder ob sich durch die Antriebsart neue Anforderungen und Verhaltensweisen der Nutzer ergeben, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Diese Lücke greift die vorliegende Arbeit auf und adressiert die Wahrnehmung des Ladens, die Anforderungen an Ladestandorte und die konkreten Ladeentscheidungen unter Berücksichtigung der zugrundeliegenden Entscheidungskriterien. In einem konsekutiven Multimethodeneinsatz wurden qualitative und quantitative empirische Methoden genutzt, um u.a. Wahrnehmungsprofile, Standortpräferenzen, Verhaltensmuster und Entscheidungskriterien im Vergleich von tatsächlichen E-Fahrzeugnutzern und potenziellen zukünftigen Nutzern zu identifizieren und zu vermessen. Im Vergleich der beiden Nutzergruppen zeigt sich, dass sich diese nur geringfügig in der Wahrnehmung des Ladevorgangs unterscheiden und Nachfüllvorgänge durch gleiche Anlässe ausgelöst werden. Während gegenwärtige E-Fahrzeugnutzer Ladeinfrastruktur eher für die Langstrecke benötigen, sehen potenzielle Nutzer die Ladeinfrastruktur bevorzugt engmaschiger in ihrem lokalen Umfeld. Hinsichtlich Nutzerdiversität wurde deutlich, dass sozio-demographische Faktoren und Persönlichkeitsmerkmale weniger relevant in den Kontexten Laden und Tanken sind als Faktoren, die sich aus dem Wohnort und der Mobilität der Nutzer ergeben. Aus den Ergebnissen lassen sich Handlungsempfehlungen für die zukünftige Forschung und Infrastrukturplanung ableiten.
Noch nicht erschienen, Juni 2022

Preis

51,50 CHF